Archive forAllerlei

ebay II

Eigentlich jeder macht die Beobachtung, daß die Hemmschwelle bei Angeboten, die bei deutlich höheren Startpreisen liegen, als dem üblichen Mindeststartpreis von einem Euro, irgendwie recht hoch ist. Oft genug bleiben die Angebote liegen, weil keiner den ersten Schritt macht.

Konsequenz daraus ist, daß fast immer der Eine Euro als Startpreis gesetzt wird und man vielleicht u.U. lieber die Auktion abbricht, wenn es scheint, als erreiche die Auktion nicht die gewünschte Höhe, auch wenn das wohl nicht so ganz erlaubt ist.

Eigentlich jeder, nur die Staatsanwaltschaft Bückeburg hat sich wohl noch nie mit solcherelei Dingen beschäftigt, sonst wäre es kaum zu erklären, daß nun gegen knapp 300 ebay-Käufer ermittelt wird, die eben getan haben, was mehr oder weniger alle ebayer tun. Nämlich bei Angeboten, die bei dem besagten Euro liegen, mitzusteigern.

Alle diese etwa 280 Käufer haben Werkzeug bestellt, welches sich nun als gestohlen herausgestellt hat.

Die Staatsanwaltschaft, in Persona Staatsanwältin Bauer, sieht das nun so, daß die potentiellen Käufer hätten wissen müssen, daß die Ware viel mehr wert sei, als nur ein Euro und so hätten sie gar nicht erst mitsteigern sollen. Wenn das Schule macht, dann kann ebay bald dicht machen, weil sich keiner mehr traut. (Wenn ich das nun so richtig verstanden habe)

Tatsächlich handelt es sich nicht um gestohlene Ware, sondern um offiziell beim Hersteller auf Kosten eines Autobauers beschaffte Ware, die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Hauptverdächtigen und Frau Bauer ermittelt gegen die eBayer wegen Hehlerei.

na, dann.

Quelle: KSTA v. 8.03.2007

Comments

ebay-Klage

Es ist schon unglaublich, womit sich Gerichte bemühen müssen…

Der Fall:

Ein Käufer hatte bei ebay zwei Sättel ersteigert und wollte diese dann persönlich abholen um die Versandkosten zu sparen. Da hatte aber anscheinend der Verkäufer etwas gegen und so landete der Fall vor dem Amtsgericht Koblenz.

Das Urteil:

Dieses gab der Klage statt mit der Begründung, wer bei einer Auktion im Internet Ware ersteht, kann diese auch beim Verkäufer abholen. Das gilt auch, wenn Versandkosten angegeben werden und als mögliche Bezahlung nur “Überweisung”. Einzig, wenn der Verkäufer explizit Abholung ausschließt, hat das entsprechende Wirkung.

Soweit so toll. Der Wert der Sättel: je ein Euro, die Versandkosten 9 Euro. Einfach unglaublich. Wo bleibt die Bagatellschwelle für die Gerichte, kann man da nur fragen.

Az: 151 C 624/06
Quelle: test 03/2007

Comments

Entfernungspauschale verfassungswidrig?

Ab diesem Jahr kann man bei der jährlichen Steuererklärung nur noch Fahrtkosten absetzen, wenn man über 20 Kilometer weit zur Arbeit fährt. Wer kürzer unterwegs ist, schaut in die Röhre und wer weiter fährt, kann nur absetzen, was über den 20 Kilometer ist. In jedem Fall erleidet an also ziemliche Einbußen.

Verschiedene Lohnsteuervereine und auch der Bund der Steuerzahler halten diese neue Regelung für verfassungswidrig und haben entsprechende Klagen eingereicht.

Wer im Falle eines Erfolges davon mitprofitieren möchte, sollte Einspruch einlegen gegen seinen Steuerbescheid. Bezug nimmt man auf das Verfahren beim Finanzgericht Baden-Württemberg Az. 13 K 283/06.

Quelle: test 03/2007

Comments

Bei Lidl geht die Waage falsch

Leserbrief in der test-Zeitschrift von 03/2007:

Waage nicht auf Null

Immer wenn ich in unseren Lidl-Markt gehe, muß ich die Kassiererin darauf aufmerksam machen, dass die Waage an der Kasse bereits 12 bis 16 Gramm anzeigt. […]

Nach Beschwerde muß dann immer der Marktleiter höchst persönlich die Waage per Knopfdruck wieder auf null justieren.

Da das, wie der Leser schreibt, oft vorkommt, sollte man doch mal bei seinem persönlichen Lidl, Aldi, Penni, Plus kontrollieren, ob das da womöglich ähnlich ist.

Früher mußte man ja immer selber wiegen und dann den Aufkleber an die Ware kleben, heute haben die Kassen die Waage eingebaut.

Comments

Valentinstag die vierte

OK, OK, ich wollte nix mehr über valentin schreiben, aber nun ist der Tag ja schon lange passe und dann gilt das nicht mehr.

Zu köstlich ist doch dieses Gespräch über die Blumen, die auf dem Tisch stehen.

Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, die Liebste kennt ihren Liebsten nicht allzusehr oder ist einfach nur phantasielos unsicher. Aber ist ja sowieso nur ein fiktives Gespräch, also und wech!

Comments

Next entries » · « Previous entries